Donnerstag, 15. September 2016

Fairplay 117 - Oktober bis Dezember 2016

Reportagen

  • Spielagon
  • Heiße Luft oder frischer Wind? Wolfgang Friebe und Kathrin Nos ergründen, was am Hype von PANDEMIC LEGACY und T.I.M.E STORIES wirklich dran ist.
  • Das freie Elektron: Der französische Autor Roberto Fraga im Porträt
  • Nachruf: Harald Bilz

Kritiken

  • Iki
  • Yeti
  • Via Nebula
  • Leo muss zum Friseur
  • Stronghold
  • Aya
  • 504
  • Completto
  • They come unseen
  • Skull King Würfelspiel
  • Roll for the Galaxy
  • Tumult Royal und Schmuggler

Interviews

  • Maria Kühne über spielagon.de
  • Thomas Fedder über 504
  • Matthias Karl übers Skull King Würfelspiel

Rubriken

  • Editorial
  • Inhaltsverzeichnis
  • Nachschlag: Das Goldene Zeitalter - Kulte & Kulturen, Colt Express - Postkutsche & Pferde, Dominion Abenteuer
  • Aufgewärmt: Alles im Eimer, Agricola - Familienversion
  • Jeux de Deux: Bohnanza - Das Duell
  • Fast Food: Crazy Time, Star Wars Risiko, Kerala, Lichterfest, Sifaka, Asterix & Obelix - das große
  • Abenteuer, Halt mal kurz, Qwinto
  • à la carte: Elements, Pingvasion, Cards, Royal Goods / Oh my Goods, Broom Service - Das Kartenspiel
  • ausSCHACHtungen
  • Rückblick: Fairplay 38
  • Preisrätsel: Die wunderbare Welt der Schwerkraft
  • Wir spielen gern ...
  • Bestenliste
  • Noten

Mittwoch, 6. Juli 2016

Editorial 116

Liebe Abstimmerinnen und Abstimmer,

die Jury muss noch ihren finalen Job machen, wenn Sie dieses Heft in Händen halten. Hier zu schreiben, welches Spiel gewinnt, wäre vermessen. Darüber zu spekulieren, macht natürlich besonders viel Spaß. Peter Nos hat schon die Chancen der nominierten Spiele analysiert. Ich habe natürlich auch eine Meinung und orakel gerne mit. Also wenn Sie mich fragen täten, welches Spiel gewinnt, dann sag ich hier nix! Ich bin Profi, will doch die liebe Jury nicht beeinflussen.

Immer wenn Mutmaßungen ins Kraut schießen, weiß ich wieder: Der Jahrgang ist gelaufen. Oh, hab' ich das nicht auch schon vor einem Jahr geschrieben? Ach, ist doch herrlich, wenn das Spielejahr seinem ganz eigenen Rhythmus folgt. Ich kann mich jetzt zurücklehnen und mich auf die kommenden Neuheiten freuen. Moment, erstens müssen wir vor Essen noch eine Ausgabe erstellen, außerdem müssen Sie ja noch für den Deutschen Spielepreis anbstimmen. Wie immer finden Sie Ihre persönliche Abstimmkarte im Heft. Internet-Nativ-Spieler stimmen online ab. Das ist schneller, ist aber längst nicht so schön, als wenn man sich in Ruhe mit einem Stift in der Hand überlegt, welche Spiele man notiert.


Was würden Sie wählen? PANDEMIC LEGACY ist bei boardgamegeek seit Eintritt in die Charts auf Platz 1 hochgeschossen. Als bestes Spiel überhaupt, als bestes thematisches Spiel und als bestes Strategiespiel. Beeindruckend. Die meisten geben diesem Spiel 8, 9 und 10 Punkte. Wenn das nicht ein Hype ist!? Die User von boardgamegeek sind eben nicht normal verteilt.

Ich frage mich allerdings, ob da nicht ein bisschen Fiktion im Spiel ist, der Glaube, dass es unheimlich viel Spaß macht, PANDEMIC LEGACY zu spielen, wenn man es denn bis zum Ende spielen könnte. In meiner Runde haben wir es nicht zu Ende gespielt. Die Terminabsprache machte es einfach zu schwierig, um kontinuierlich am Ball zu bleiben. Außerdem packte einen Mitspieler doch arge Unlust, immer wieder fast dieselben Probleme zu lösen. Aber PANDEMIC LEGACY wird es dieses Jahr machen, weil alle es einfach gerne spielen wollen würden, wenn sie es können könnten.
Und noch ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert: Als ich noch jung in der Szene war, ich die seelige Pöppel-Revue als erstes Szene-Magazin überhaupt in Händen hielt, habe ich abgestimmt:

Beim Goldenen Pöppel. War ja so was wie der Vorläufer des Deutschen Spielepreises. Und weil die DIE 1. MILLION von Hexagames in der Pöppel-Revue so super wegkam, habe ich das auch auf meine Abstimmkarte geschrieben. Ohne es ein Mal gespielt zu haben und nur weil die mir bekannten Altvorderen bereits dessen Vorläufer MONAD in der 3M-Mini-Kassette so geil fanden. Ich hab' nur für dafür gestimmt, weil ich die um ihr 3M-Spiel beneidet habe, so wie ich heute all die beneide, die PANDEMIC LEGACY zu Ende gespielt haben. Wer hat's zu Ende gespielt?

Trotz, dass ich ein paar Monatsrunden gespielt habe und trotz allen Neids würde ich heute nicht für PANDEMIC LEGACY stimmen, sorry! Wenn ich dieses Spiel anfange, dann weiß ich, dass ich das auch mit denselben Leuten zu Ende spielen muss. Ich kann's nicht mit anderen weiterspielen, mein angefangenes PANDEMIC LEGACY kann ich im Prinzip wegschmeißen.

Besser dann T.I.M.E-STORIES, da hat das Spielen derselben Story in zwei Gruppen bereits geklappt. Ich musste mir zwar mit der zweiten Gruppe so manches Mal auf die Zunge beißen, aber es ging … mit nur ein ganz klein wenig mogeln. Kann man aber wirklich nur machen, wenn man sich wirklich zurück hält. Dann haben wenigstens noch die Mitspieler Spaß, tauchen in die Geschichte ein. Da habe ich dann sogar als Wissender Vergnügen, zumal ich mit meiner ersten Runde gescheitert bin.
Wissen Sie jetzt, was Sie wählen werden? Die üblichen Verdächtigen aus den üblichen Verlagen?Wie wär's mal mit DIE UNÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN? Basteln Sie sich doch mal 100 Fotokarten mit Spielecovern drauf, dazu noch passende Fragen à la „Würde ich mit meiner Schwiegermutter spielen“ oder „Kann ich nur mit Fairplay-Abonnenten spielen“ oder „Gewinnt den Deutschen Spielepreis.“

Jetzt dürfen Sie selbst abstimmen.

Ihr Harry

Montag, 27. Juni 2016

Fairplay 116 - Juli bis September 2016

Reportagen und Kommentare

  • Spiel des Jahres 2016
  • Gewürfelt wird immer: Justice League Hero Dice, Im Schatten von Gotham City, Kribbeln, Speed Dice, Römisch Pokern
  • Der Roman von Andor: Das Lied des Königs
  • Martin Wallace
  • Nachruf: Fritz Gruber, Ingo Laubvogel

Kritiken

  • Dynasties
  • Imperial Assault
  • Krazy Wordz
  • Signorie
  • Inhabit the Earth
  • Imhotep
  • Happy Birthday
  • Ships
  • Champignons of Midgard
  • Haspelknecht
  • Pandemic Legacy: Season 1
  • Quadropolis
  • Oben und Unten
  • Sheriff von Nottingham
  • Böhmische Dörfer

Interview

  • Oliver Igelhaut über Igelspiele

Rubriken

  • Editorial
  • Rückblick: Fairplay 37
  • Nachschlag: Heckmeck Extrawurm, Drecksau Sauschön
  • Jeux de Deux: 7 Wonders - Duel, Die Legenden von Andor - Chada & Thorn
  • Jugend Spielt: Magic: The Gathering
  • Fast Food: Baby Blues, The Last Spike, Die Burgen von Burgund - das Kartenspiel, Animals on Board, My Village, Top 12
  • Kinderportion: Burg Flatterstein, Wunschmaschine, Mein Schatz, myroodis
  • Wir spielen gern ...
  • Aufgewärmt: Die Holde Isolde
  • à la carte: Kobayakawa, Die Portale von Molthar, Pi mal Pflaumen, DREIst!, Games of Trains
  • Preisrätsel: Puzzles zum Spielen
  • Bestenliste
  • Noten

Freitag, 1. April 2016

Fairplay geht auf Youtube

Fairplay macht Videos, aber noch nicht jetzt. Meine Knechte finden doch immer Gründe, warum es nicht geht: Keine Kamera, kein Studio mit vernünftigem Licht, kein Konzept und überhaupt! Es gäbe doch schon so viele andere Profis. Erst soll ich für die Ausrüstung sorgen, dann, ja dann, wären die Knechte bereit, vor die Kamera zu treten.

Also das mit dem Studio ist doch kein Problem. In meinem Stall ist es immer hell, besonders hell natürlich draußen auf der Weide.

Nur die Kamera?! Nur das beste Modell wollen sie haben, mindestens eine JVC GY-HM200E. Das fordern die, echt!? Wie soll ich armes Pferd denn 2500 € auftreiben? Jeder, der auf mich Rennesel wettet, ist doch verloren. Bei meiner Außenseiterquote!

Was soll ich nur machen? Meine Knechten sollen endlich Youtuber werden. Da kann ja nicht so old fashioned weitergehen!

Wir haben doch so an die 3677 Rezensionen aus 115 Heften auf Vorrat. Die lassen sich doch verwerten. Genau – bei Amazon!

So, ihr lieben Knechte: Ab sofort wird täglich unter meinem Namen für die nächsten 10 Jahre eine Rezension bei Amazon eingestellt. Das hat zwei Vorteile:

Ich habe endlich die Übersicht, welche Spiele wir schon bewertet haben. Bei so vielen Spielen weiß ich doch gar nicht mehr, was wer über welches Spiel geschrieben hat.

Und Amazon macht mich dann bestimmt zum Vine-Rezensenten. Dann kann ich mir endlich kostenlos eine Kamera und entsprechendes Equipment auswählen. Logisch schreibe ich darüber eine Rezi. Da bin ich Profi, da kenne ich mich aus.

Montag, 21. März 2016

Editorial 115

Liebe Freundinnen und Freunde,

Herzlich Willkommen zur Neuausgabe von „Wie ich die Welt sehe.“ Klar, ich habe meine ganz persönliche Brille auf, eines aber ist deutlich zu erkennen: Unsere heile Spielewelt hat sich stark verändert. Sie ist schließlich längst groß, vielfältiger, aber auch ein wenig rau geworden. Unsere Spielewelt hat sich Jahr um Jahr weiter über den Globus ausgedehnt, was gewisse Veränderung bewirkt. Aus aller Herren Länder kommen neue Spiele, neue Verlage und neue Mitspieler. Und alle haben so ihre ganz eigenen Vorstellungen vom Spielen, ihren eigenen Blick auf Spiele und Spieler.

Was ja per se ziemlich gut ist. Manches Spiel ist immer noch Mainstream, andere nur für bestimmte Zielgruppen gemacht. Auf jeden Fall gilt: Für jeden ist etwas dabei. Was ist es für Sie? Welche Art Spiele bevorzugen Sie? Nicht, dass ich darauf jetzt eine Antwort erwarte, denn Geschmack ändert sich, so wie die Umstände ändern: Zeit, Spielekreise, Familienstand … noch mehr!? Davon hängt ab, ob man Cosims, Strategiespiele … oder eher die einfachen Spiele bevorzugt, sich über oder auf dem Level der grauen, roten oder blauen Auszeichnungen der Jury bewegt. Die Jury ist da wirklich ein guter Maßstab für den eigenen Standort, wo man sich selbst in der Szene sieht.

Natürlich berücksichtigen wir diese unterschiedlichen Geschmäcker in der Fairplay, bewegen uns mit unserem Magazin schon immer auf oder oberhalb des Niveaus der Jury. Aber seien wir ehrlich, bestimmte Arten von Spielen kommen auch bei uns nie oder nur sehr selten vor. Cosims sind schon seit jeher – jedenfalls bei uns in „Merry old Germany“ – eher das Lieblingskind einer sehr speziellen Spielergattung. Manchmal schreibt jemand unserer Mitarbeiter darüber, wenn es dessen Umstände zulassen. Die Redaktion hält sich dann gerne zurück. Ich würde sowas ja auch spielen, aber Cosims sind eher „einmalige“ Spiele. Wie SCHACH oder GO oder DOPPELKOPF … die nur intensiv spielt, wer dafür feste Mitspieler hat und sonst auf nix anderes Lust verspürt. Das ist dann doch nix für mich.
Meine Knechte und ich sind da eher wie Reisende, die hier und dort möglichst gut spielen wollen. Wir reisen umher, sind deshalb irgendwie auch unstet. Selten, dass wir länger bei einem Spiel verweilen. Zu reizvoll ist das Neue, was von überall her auf uns hereinströmt. Wie von einem guten Reiseführer erwarte ich auch von den Tipps guter Freunde lohnende Hinweise, was in der Spielewelt an interessanten Sachen geboten werden. Wohin geht die Reise, was ist dort toll? Wir erkunden natürlich oft auf eigene Faust die Spielewelt, mitunter erleiden wir sogar Schiffbruch. Unsere Erfahrungen und Tipps teilen wir gerne mit Ihnen.

Ich bin tatsächlich immer noch skeptisch, was Bewertungen aus Online-Portalen angeht. Was weiß denn ich, wer da aus welcher Motivation was zeigt oder schreibt. Vine-Rezensionen bei amazon oder Product Placement auf youtube fördern nicht gerade die Glaubwürdigkeit des Netzes. Oder muss man das nur zu nehmen wissen?

Ach ja: Raue Spielwelt. Im Netz geht es ja des Öfteren recht unangenehm zu, weil die Diskussionen mitunter hart und sehr persönlich geführt werden. Irgendwo steht immer einer auf, dem dies oder das so nicht passt. Dann gilt nur, was zu der eigenen Peergroup passt oder eigene Befindlichkeiten nicht tangiert. Leider ist der Maßstab im Netz oft verschoben. Man sollte schon mal hinterfragen, wo man steht und welchen Anspruch man hat. Und ob der Blick nicht doch durch die eigene Brille verengt wird. Deshalb sollte man sich auch nicht gleich jeden Schuh anziehen, der einem offensichtlich oder nur vermeintlich passt. Womöglich denkt dann doch wer, dass er passgenau sitzt.

Und noch was fällt auf: Die Szene untergliedert sich immer mehr. Für jede Zielgruppe gibt’s irgendwo einen Kristallisationspunkt. Wenn man weiß wo, findet man seine ganz eigene Heimat unter Gleichgesinnten. Oder weiß zumindest, wo man ganz gewiss nicht hingehört. Im Netz wird schließlich stark gesiebt. Ob das gut ist? Nur sollte man nicht glauben, dass es außerhalb des eigenen Dunstkreises nicht auch schätzenswerte Meinungen gibt. Ein bisschen Toleranz täte uns allen ganz gut. Und auch ein gemeinsamer Kristallisationspunkt wäre toll. Für die englischsprachige Welt gibt’s das ja bereits. Auf boardgamegeek ist der Umgang bei allen Abstrichen eher verbindend als kleinstaaterisch deutsch.

In diesem Sinne

Ihr Harry